Kündigung & Passivlegitimation in der Arbeitgeberinsolvenz und aktuelle Rechtsprechung zum Insolvenzarbeitsrecht
08:30 bis 14:00 Uhr
Erster Teil: Kündigung & Passivlegitimation in der Arbeitgeberinsolvenz
Insolvenzrechtliche Konstellationen & Arbeitgeberstellung
- Wechsel der Arbeitgeberstellung: Nicht nur mit Verfahrenseröffnung, sondern auch:
- Im Eröffnungsverfahren („starker“/„halbstarker“ vorläufiger Insolvenzverwalter).
- Durch Freigabe der selbständigen Tätigkeit (§ 35 InsO).
- Durch Betriebsübergang (§ 613a BGB).
- Durch Aufhebung des Insolvenzverfahrens (§ 200 InsO).
-Auswirkungen: Darstellung der materiell-rechtlichen und prozessualen Folgen für das Arbeitsverhältnis.
Kündigungsschutzprozess & Haftungsrisiken
-Prozessuale Herausforderung: Schnelle Ermittlung des richtigen Beklagten aufgrund kurzer Klagefristen (§ 4 KSchG).
-Rechtliche Schwerpunkte:
- Kündigungsvorschriften gemäß § 113 InsO.
- Unterbrechung (§ 240 ZPO) und Aufnahme des Verfahrens (§§ 85 f. InsO).
- Zielsetzung: Vermittlung eines rechtssicheren Umgangs mit sämtlichen praxisrelevanten Fallkonstellationen zur Haftungsvermeidung.
Zweiter Teil: Aktuelle Rechtsprechung zum Insolvenzarbeitsrecht
Ebenfalls vermittelt diese Fortbildung praxisnah aktuelle Rechtsprechung im Bereich der Schnittstelle von Arbeits- und Insolvenzrecht. Anhand neuester Rechtsprechung werden fundierte Grundlagen zu Themen wie Masseunzulänglichkeit, Insolvenzgeld, Sozialauswahl und Anfechtungsfragen behandelt. Die Veranstaltung richtet sich aufgrund der ausführlichen Einbettung in den rechtlichen Kontext auch an Kolleginnen und Kollegen, die nur geringere Kenntnisse des Insolvenzarbeitsrecht haben.
Zusammenfassung der Schwerpunkte:
-Insolvenzspezifische Arbeitsrechtsfragen: Wiedereinstellungsansprüche, Massenentlassungsanzeigen und die Sozialauswahl bei Rentennähe.
-Masseunzulänglichkeit: Rechtliche Grundlagen, Verfahrensfragen (§ 86 InsO) sowie die aktuelle BAG-Rechtsprechung zu Urlaubsansprüchen.
-Insolvenzgeld & Anfechtung: Klärung der Sperrwirkung beim Insolvenzgeld sowie Voraussetzungen der Vorsatzanfechtung (§ 133 InsO).
-Grundsatzfragen: Rechtliche Einordnung des „Null-Sozialplans“ außerhalb von Insolvenzverfahren.
