Die Ersatzbaustoffverordnung im Bauvertrag: Risiken, Nachtragspotenziale und aktuelle Rechtsfragen
Mit Inkrafttreten der Mantelverordnung und insbesondere der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit mineralischen Ersatzbaustoffen, Bodenmaterialien und Abfällen auf Baustellen grundlegend verändert. Die Regelungen entfalten erhebliche Auswirkungen auf Planung, Ausschreibung, Vertragsgestaltung, Bauausführung sowie das Nachtrags- und Claimmanagement.
Die Schulung vermittelt einen praxisorientierten Überblick über die Schnittstellen zwischen Ersatzbaustoffrecht, Bodenschutzrecht und Bauvertragsrecht. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen der EBV auf VOB/B Bauverträge, die Zuordnung von Risiken zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer sowie typische Konflikt- und Nachtragsszenarien bei unerwarteten Materialqualitäten, Verwertungsbeschränkungen oder geänderten Entsorgungswegen.
Wesentliche Inhalte der Schulung sind:
Systematik und Anwendungsbereich der Ersatzbaustoffverordnung
Abgrenzungen zwischen EBV, Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG), Bundes-Bodenschutzverordnung und Deponieverordnung
Auswirkungen auf Ausschreibung, Leistungsbeschreibung und Bauvertrag
vergaberechtliche Risiken
Nachtragspotentiale und -abwehr bei geänderten Materialklassen, Verwertungswegen oder behördlicher Anforderungen
Umgang mit Fehlklassifizierungen und unzureichenden Baugrund- bzw. Schadstofferkundungen
Handlungsempfehlungen für die rechtssichere Gestaltung und Abwicklung von Bauverträgen
Aktuelle Rechtsprechung und Entwicklungstendenzen
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Rechtsanwälte, Vergaberechtler sowie Bau- und Umweltjuristen, die Mandanten bei Infrastruktur-, Tiefbau- und Entsorgungsprojekten beraten."
