Informationsfreiheitsrecht
a. Grundlagen
- Begriff der Informationsfreiheit - vom amtlicher Geheimhaltung zum Recht auf Information.
- Rechtsquellen: IFG des Bundes und Landesinformationsfreiheitsgesetze
- Antragsberechtigte
- Verpflichtete Stellen
- Begriff der amtlichen Information
b. Verfahren
- Antragstellung und Fristen
- Formen des Informationszugangs
- Beteiligung Dritter
c. Schranken und Ausnahmen
- Schutzgüter der Verwaltung (öffentliche Belange)
- Schutz Privater
- Abwägung
d. Verhältnis zu anderen Gesetzen
- Spezielle Fachgesetze: Vorrang von Umweltinformationen (UIG) oder Verbraucherinformationen (VIG).
- Datenschutz: Das Spannungsfeld zwischen IFG und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
- Akteneinsicht:
e. IFG als strategisches Werkzeug im Mandat
- Einsatzbereiche: Informationsbeschaffung im Vorfeld von Klagen, Begründung von Amtshaftungsansprüchen, Konkurrentenklagen und im Wirtschaftsrecht.
- Strategischer Vorteil: Akteneinsicht ohne rechtliches Interesse und vor Einleitung eines gerichtlichen Hauptsacheverfahrens.
- Abgrenzung und Konkurrenzen: Taktische Auswahl des richtigen Anspruchs (IFG vs. UIG, VIG, Landespressegesetze oder § 29 VwVfG)
f. Abwehr von behördlichen Versagungsgründen
- Kollision mit dem Datenschutz: Abwägung nach § 5 IFG, Einwilligungserklärungen und Schwärzungs-Praxis.
- Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse (§ 6 IFG): Definition, Darlegungslast und Schutz von Drittinteressen.
- Schutz von Entscheidungsprozessen (§ 4 IFG): Abgrenzung zwischen rein internen Entwürfen und berücksichtigungsfähigen Fakten
g. Das Drittbeteiligungsverfahren (§ 8 IFG)
h. Prozessuale Durchsetzung und Rechtsschutz
- Eilverfahren
- Hauptsachverfahren
Im Seminar wird die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, des Gerichtshofs des Europäischen Union und der Oberverwaltungsgerichte an praktischen Fallbeispielen dargestellt.
